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Deep Blue

Trailer

DEEP BLUE

„Es sind mehr Menschen in den Weltraum geflogen, als in die Tiefen unserer Ozeane getaucht “

Alastair Fothergill, Regisseur von Deep Blue

 

Deep Blue ist ein Film über die Welt der Ozeane mit Aufnahmen von Meereslandschaften und -tieren, die zum Teil bis dahin noch nie gesehen oder gefilmt wurden. 20 spezialisierte Kamerateams der BBC drehten mehr als fünf Jahre lang an über 200 Schauplätzen in der ganzen Welt.

Entstanden ist ein außergewöhnlicher Film, der die üblichen Genregrenzen des klassischen Dokumentarfilms überschreitet, der weitaus mehr ist als eine wissenschaftliche Dokumentation über das Element Wasser. Die Montage und vor allem die Musik der Berliner Philharmoniker machen Deep Blue zu einem Kinoerlebnis, das uns in eine fantastische Welt entführt und uns das Staunen und Träumen lehrt.

 

 

FAKTEN ZUM FILM

Regie Alastair Fothergill, Andy Byatt
Produktion:        BBC Worldwide   |   Greenlight Media AG, Deutschland/Großbritannien 2003
Originalmusik:      George Fenton, Berliner Philharmoniker
Länge:     90 Minuten
Budget:   5 Millionen US-Dollar
Boxoffice weltweit:   30 Millionen US-Dollar
Deutscher Kinostart 29. Januar 2004

 

LINKS:

www.deepblue-derfilm.de

http://www.bbcearth.com/programmes/blue-planet/

 

DOWNLOAD:

Deep Blue Presseheft

 

ERSTAUNLICHES

DER BLAUWAL
Seine Zunge wiegt so viel wie ein Elefant.

DER EISBÄR
Eisbären wiegen bei der Geburt ca. 500 Gramm und sind im ersten Monat blind.

DIE KORALLEN
Ortsfest, aber angriffslustig: Korallen überwältigen ihre Beute mit giftig ätzenden, stechenden oder klebrigen Fangarmen.

DER KILLERWAL
Killerwale oder Orcas leben in allen Meeren der Welt und gehören zur Familie der Delfine.

DIE RIPPENQUALLEN
Quallen sind Jäger: Rippenquallen leben in mehr als 1.000 m Tiefe und bewegen sich mit Hilfe von strahlenförmig angeordneten Wimpern vorwärts.

DIE RIESENMANTA
Das Aussehen täuscht: Diese auch Teufelsrochen genannten Verwandten der Haie sind aber friedliche Planktonfresser

DIE SEELÖWEN
Sie brüllen wie die Löwen, gehören aber zu den Robben. Seelöwen oder Haarrobben können bis zu 100 m tief tauchen.

DER SPINNER-DELFIN
Sein Markenzeichen ist der Drehsprung. Spinner-Delfine schließen sich zu Herden von bis zu 1.000 Tieren zusammen.

Der tiefste Punkt im Ozean liegt 11 Kilometer unter dem Meeresspiegel – so tief wie der Mount Everest und der Mont Blanc zusammen.

 

News

Japan kauft Deep Blue VOD-Rechte

02.05.2013 - 12:30

 

Der japanische Unterhaltungskonzern „Avex Group Holding“ hat mit seiner Tochterfirma „Avex Entertainment Inc.“ die Video-on-Demand Rechte vom Greenlight Media Verkaufshit Deep Blue erworben.

Die Avex Entertainment Inc. Ist innerhalb der Gruppe zuständig für die Produktion und Planung von Musik und Videos der Künstler. Außerdem übernimmt das Unternehmen das Management aller Stars. Zum Geschäft gehören auch die Verlfarre Entertainment Inc., die das Management der Diskotheken und Restaurants der Gruppe verantwortet. Das Planen von Video-Software übernimmt inhouse die M!DEA Inc..

Deep Blue im Namen der Wissenschaft

03.02.2013 - 12:15

 

Die Greenlight Media Produzenten haben der Multimedia-Bibliothek „Environment & Society“ eine kostenfreie Lizenz für Deep Blue im Namen der umweltwissenschaftlichen Forschung überlassen.

Das Münchner „Rachel Carson Center for Environment and Society ist ein Institut der „LMU und des „Deutschen Museums, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Das „Environment & Society Portal“ für Umweltwissenschaften stellt internationalen Wissenschaftlern, Studierenden und der allgemeinen Öffentlichkeit digitalisierte Materialien aus verschiedenen Gebieten der geisteswissenschaftlichen Umweltforschung frei zugänglich zur Verfügung.

Video- und TV-Rechte von Deep Blue nach Schweden, Dänemark und Norwegen verkauft

16.07.2010 - 12:45

 

Das Lizenzgeschäft der Greenlight Media für seinen Dokumentarfilmerfolg Deep Blue, der im Jahr 2004 gemeinsam mit der BBC Worldwide produziert wurde, ist weiterhin sehr erfolgreich. Soeben konnten die Produzenten Nikolaus Weil und Stefan Beiten einen Vertrag mit dem schwedischen Entertainment Haus Suntower Communications für die nächsten fünf Jahre für die Video- und TV-Rechte an Deep Blue abschließen.  

Der Unterwasserklassiker schwimmt nach Südafrika

10.06.2010 - 12:45

 

Greenlight Media hat die Videorechte an seinem Kinoerfolg Deep Blue an den größten südafrikanischen Filmverleih und Kinobetreiber Ster Kinekor bis zum Jahr 2017 verkauft.  Der Filmgigant hatte bereits zuvor die Folgeproduktion Unsere Erde unter Vertrag genommen.

Cinema Jenin kauft Kino-, TV- und Videorechte von Deep Blue für den Mittleren Osten

04.02.2010 - 12:45

 

Im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin haben die „Greenlight Media“ Geschäftsführer Nikolaus Weil und Stefan Beiten die Filmrechte von Deep Blue bis zum Jahr 2016 an Cinema Jenin unter Erfolgsregisseur Marcus Vetter verkauft.

„Kino für den Frieden“ – so lautet der Claim der Initiative Cinema Jenin, die nach dem Erfolg des Dokumentarfilms „Das Herz von Jenin“ aus dem Jahr 2008, weltweit bekannt wurde. Mithilfe zahlreicher öffentlicher und privater Unterstützer – darunter das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland, Pink Floyd-Sänger Roger Waters und die Fluggesellschaft Air Berlin – möchte der Verein mit Sitz in Tübingen eines der größten und imposantesten Kinos in der Region – das Cinema Jenin, welches bei der ersten Intifada im Jahr 1987 geschlossen wurde, wiedereröffnen.

Dahinter steht ein noch größeres Ziel. Durch den Verein soll die Kino-Infrastruktur in der krisengebeutelten Region erweitert werden. Neben einem Freiluftkino soll auch ein Ton- und Synchronstudio errichtet werden, um europäische Produktionen aus dem Arthouse und Independent Bereich den Menschen in der arabischen Welt zugänglich zu machen. Außerdem soll es in naher Zukunft vor Ort ein einwöchiges internationales Filmfestival geben.  

Der Dokumentarfilm „Das Herz von Jenin ist unter der Regie von Marcus Vetter und Leon Galler im Jahr 2008 entstanden und hat weltweit bereits mehrere Auszeichnungen erhalten. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International verlieh dem Film 2009 den Publikumspreis „Movie that matter“. Bei der Charity Veranstaltung Cinema for Peace erhielt er im gleichen Jahr die Auszeichnung als „Wertvollster Dokumentarfilm“.

Das Herz von Jenin erzählt die Geschichte eines palästinensischen Vaters , der die Organe seines von israelischen Soldaten erschossenen Sohnes an israelische Kinder spendet.  

Deep Blue Lizenzen gehen nach Island

07.01.2010 - 12:45

 

Der isländische Verleiher Myndform Ehf hat Deep Blue Lizenzen für Kino, Video und TV für die kommenden acht Jahre von der Greenlight Media erworben. Die ursprünglich als Hersteller von Videokopien bekannte Firma zählt in Island mittlerweile zu den drei größten Filmverleihern nach Samfilm und Sena.

Finnische TV-Rechte von Deep Blue verkauft

01.01.2010 - 12:30

 

Die finnische Produktionsfirma Digital Cinema Matila Röhr Productions hat sich die Fernsehrechte an Deep Blue für den finnischen Raum bis 2019 gesichert.

Die Produzenten Marko Röhr und Ilkka Matila hatten im Jahr 2008 gemeinsam mit den Greenlight Media Inhabern Nikolaus Weil und Stefan Beiten die bekannte finnische Sage um den Troll namens Rölli für die Kinoleinwand verfilmt. In Deutschland ist der finnische Kinderklassiker mit dem Titel A Quest for a Heart erschienen und hat neben zahlreichen Filmpreisen unter anderem auch eine Auszeichnung als Programm-Empfehlung der Initiative Medienbewusst.de erhalten.

DOKU-BOOM

11.11.2007 - 13:30

 

Natur als Kino-Hit

TV Movie, von Michael Eckert (...)
Magische Bilder
Die wahrscheinlich spektakulärste Natur-Doku aber läuft ab. 07.02.2008 in unseren Kinos und ist eine Kooperation der BBC mit der Berliner Produktionsfirma Greenlight Media. Die Dreharbeiten für „Unsere Erde“ dauerten fünf Jahre, in denen 40 Kamerateams 200 Drehorte in 20 Ländern aufsuchten. Auch der technische Aufwand ist gewaltig: So kommt bei den spektakulären Luftaufnahmen ein Cineflex-Kamerasytem zum Einsatz, dessen Kreiseltechnik auch in Cruise Missiles verwendet wird. In China durften die Geräte deshalb überhaupt nicht in Aktion treten. Zudem liefern ultramoderne Hochgeschwindigkeitskameras unglaubliche Aufnahmen in 40-facher Zeitlupe.

„Unsere Erde“ nimmt den Zuschauer mit auf eine Filmreise von der Arktis Richtung Süden bis hinunter zur Antarktis. Hier erlebt der Zuschauer eine Bildersymphonie mit sensationellen Aufnahmen von Landschaften und Tieren unseres Planeten, unterlegt mit der Musik der Berliner Philharmoniker. „Das Kino ist kein Ort, um zu predigen oder eine Kampagne zu führen,“ meint Sophokles Tasioulis (41) leidenschaftlicher Dokumentarfilmer und Produktionsvorstand von Greenlight Media. „Hier muss man den Menschen die Schönheit unserer Heimat Erde zeigen. Umso besser ist es, wenn die nachher rausgehen und sagen: ,Hey, das alles steht auf dem Spiel. Was kann ich tun?‘
Schon 2004 landete Greenlight Media mit „Deep Blue“ (800 00 Kinobesucher in Deutschland!) einem weltweiten Überraschungserfolg. Dass auch das neue Projekt begeistert, belegen erste Erfahrungen in Frankreich: Als der Film hier im Oktober startete, lag „Unsere Erde“ gleich nach dem ersten Wochenende auf Platz 1 der Charts.

 

                                FILMREISE UM DIE GANZE WELT         

 

INTERVIEW

mit den Berliner Produzenten der Natur-Doku „Unsere Erde“

Was reizt sie daran, mit Ihrer Firma Greenlight Media ausgerechnet Natur-Dokus zu produzieren?

Sophokles Tasioulis: Wenn man Dokumentarfilme macht, hat man die Lizenz zum Neuierigsein! Ich erfahre Dinge über die Natur, die ich sonst nie sehen könnte. Außerdem wollen wir Filme machen, die auch international funktionieren.

André Sikojev: Die multinationale Vermarktung ist auch wirtschaftlicher Aspekt. Wenn man seine Träume nicht auch auf diesen Aspekt hin abklopft, geht man baden.

Wie sind Sie für „Deep Blue“ und „Unsere Erde“ an das Material der BBC gekommen?

S.T.: Ein Freund, der beim ORF die Dokumentarfilmabteilung leitet, erzählte uns von einer Reihe über Ozeane, die die BBC gerade fürs Fernsehen drehte, und hat uns den Kontakt vermittelt. Die haben gedacht, wir spinnen, als wir denen erzählten, wir wollten das ins Kino bringen. Dann hat es noch anderthalb Jahre gedauert, bis wir die die entscheidenden Leute überzeugt hatten.

A.S.: Bei der BBC wird unheimlich viel Material produziert, das kommt niemals alles ins Fernsehen. Vierzig Kamerateams drehen jeden Tag über einen Zeitraum von bis zu vier Jahren! Nicht mal der Regisseur kennt das gesamte Material. Da lag es nahe zu sagen: Lasst uns gemeinsam produzieren und gemeinsam verwerfen. Diese großartigen Bilder gehören ins Kino!

 

UNSERE ERDE

Inhalt
Sinnliche Bilderreise, in deren Mittelpunkt eine Elefantenkuh, ein Buckelwal und eine Eisbärenfamilie stehen. Nach „Deep Blue“ (2004) ist dies schon die zweite Kino-Doku, die mit Hilfe des unerschöpflichen Bildmaterials des britischen Fernsehsenders BBC erstellt wurde. Die Aufnahmen entstanden parallel zur spektakulären TV-Reihe „Planet Erde“ (2006), die auf DVD ( Polydor) erhältlich ist, erzählen aber eine ganz andere Geschichte!

TV Movie meint: Im Unterschied zur TV- Serie kommt der Kinofilm komplett ohne erklärenden Off-Kommentar aus. Einfach zurücklehnen, Film und Musik genießen- und vom Paradies träumen!

Kinostart: 7. Februar 2007

SANDSTONES BEI PHOENIX

11.09.2006 - 11:30

Sonntag, 1. Oktober 2006, 20:15 Uhr

Die Greenlight Media Dokumentation SANDSTONES-IM LAND DER SANDSTEINTÜRME wird am Sonntag, 1. Oktober um 20:15 Uhr von dem Ereignis- und Dokumentationskanal PHOENIX in der Reihe "Geheimnisse unserer Welt" ausgestrahlt.

Der mit dem ORF koproduzierte Dokumentarfilm handelt von der mystischen, bizarren Welt der Canyons und beschreibt neben der atemberaubenden Schönheit der unberührten Natur auch die Mythen und Geheimnisse dieser einzigartigen Region. Im Bereich Dokumentarfilm ist die Greenlight Media AG mit dem Event-Documentary Kinofilm DEEP BLUE weltweit bekannt geworden. Derzeit produziert das Berliner Unternehmen zusammen mit BBC Worldwide die Folgeproduktion EARTH, die mit einem Budget von 47 Millionen Dollar die größte und teuerste Dokumentation aller Zeiten ist.

Musik, die mit den Fischen tanzt

22.06.2006 - 12:45

 

Berliner Tagesspiegel, von Phillip Lichterbeck
 

Mit dem Oscar-nominierten Komponisten George Fenton nehmen die Berliner Philharmoniker die Musik zum Tiefseefilm „Deep Blue“ auf.

In der Berliner Philharmonie ist heute Casual Friday. In Sandalen und Shorts, mit Dreitagebart und aufgeknöpften Hemden sitzen die Philharmoniker beisammen. essen Buletten mit Senf und krümeln mit Keksen. Sie zucken kurz zusammen, als um kurz vor eins der Lautsprecher durch die Kantine bellt: „Die Pause ist vorbei! Orchester bitte Platz nehmen!" Dann plaudern sie weiter. Erst wer beim dritten Gong nicht sitzt, ist zu spät. So hält man es hier mit großen Premieren.

Erstmals in ihrer mehr als 120jährigen Geschichte nehmen die Berliner Philharmoniker eine Filmmusik auf. Dirigiert werden sie dabei vom Komponisten selbst. Der Engländer George Fenton ist 52 Jahre alt und höflich bescheiden. Trotz fünfmaliger Oscar-Nominierung für die beste Filmmusik (unter anderem für „Gandhi“, „Cry Freedom“, „König der Fischer“) habe er „ Schiss" davor gehabt, nach Berlin zu kommen. Die Philharmoniker seien ja nicht mit einem Filmorchester in L.A. vergleichbar: „Ich habe mich gefühlt, als ob man mich in einen Formel Eins Wagen setzte und dann hieß es: Fahr los!"

Sorgen hat Fenton sich freilich umsonst gemacht. Die Berührungsängste mit der Popkultur haben die Philharmoniker spätestens verloren, als sie vor drei Jahren mit der Hannoveraner Kleinbürgerband „Scorpions“ die umstrittene Expo-Hymne einspielten. Überhaupt finde man die Unterscheidung in E-Musik und U-Musik mittlerweile absurd, verlautet es aus dem Orchester; es gebe, um mit Bernstein zu sprechen, nur gute und schlechte Musik. Was Spaß mache, das sei sowieso erlaubt. Nun also ein Soundtrack.

Der Film, von der BBC und der deutschen Greenlight Media produziert, nennt sich „Deep Blue" und handelt von Fischen. Von der Antarktis bis zum 11 000 Meter tief stürzenden Mariannengraben haben Dokumentarfilmer über Jahre hinweg Pinguine, Teufelsrochen, Seepferdchen und nie gesehene Ungeheuer mit der Kamera verfolgt und viele vom menschlichen Auge unberührte Gegenden des Planeten ausgeleuchtet.
 
Man könnte den Film, der Anfang kommenden Jahres in die Kinos kommt, als das unterwässrige Pendant zum französischen Vogelfilm „Nomaden der Lüfte" beschreiben oder zu „Mikrokosmos", der in extremer Nahaufnahme Leben und Sterben auf einem kleinen Stück Wiese zeigte. Beide Filme wurden auf der ganzen Welt von mehr als zehn Millionen Zuschauern gesehen. Da bot es sich an, dass die BBC, die mit der Fernsehreihe „The Blue Planet" neue Maßstäbe an Inhalt und Ästhetik von Naturdokumentationen gelegt hat, auf ihr umfangreiches Material und erfahrenes Personal zurückgreift, um ein ähnliches Kunststück zu vollbringen.

Denn ohne Zweifel wird auch der ambitioniertere „Deep Blue" ein Publikumserfolg (nicht zuletzt die Erwähnung der Philharmoniker auf dem Filmplakat wird das ihre dazu beitragen). Kein einziges erklärendes Wort wird den Zuschauer während der neunzig Film-Minuten am Abtauchen hindern. Es solle eine „fesselnde visuelle Erfahrung“ werden. Was nur die halbe Wahrheit ist. Denn ohne die Musik würden die Bilder stumm glotzender Meeresbewohner auf Dauer langweilig. Womit wir wieder bei George Fenton und den Berliner Philharmonikern wären.

Im Lauf der fünftägigen Aufnahmen hat der Dirigent seine Scheu vor dem großen Namen abgelegt. Die Philharmoniker sind eben keine dirigentenfressenden Piranhas sondern eher geselligen Delphinen vergleichbar, die Neulinge foppend aufnehmen. Als der Aufnahmetechniker einmal länger braucht und der wartende Fenton mit dem Dirigentenstab gegen sein Bein trommelt, schließen sich ihm die Musiker an und klopfen mit den Bögen auf die Notenständer – tack, tack, tack – bis ein Geiger den Schrei einer Seemöwe nachahmt und sich alles in Gelächter auflöst. Fentons Musik verlangt den Philharmonikern offensichtlich wenig ab: sphärisch, majestätisch, immer der großen Geste verpflichtet. Die Musiker spielen zwei, drei Wiederholungen, ein bisschen weniger Becken hier, ein bisschen mehr Pauke dort, das war's.

Filmmusik dürfe nicht kompliziert sein, sagt Fenton, sondern habe die Aufgabe Bilder emotional zugänglich machen. Wenn eine Walkuh ihr Junges an eine Gruppe Killerwale verliert, wird das zum tränentreibenden Melodram. Der Angriff von Riffhaien auf einen kleinen Fisch klingt nach Horrorthriller: Bässe grummeln ahnend, Geigen quietschen ängstlich. Ganz klar, hier schwimmt ein armer kleiner Fratz vergeblich um sein Leben während die Haifischmafia hinter ihm her ist. Man habe ihm schon vorgeworfen, negative Vorurteile über Haie zu verbreiten, sagt der Komponist und lacht, „auch die Hummer soll ich beleidigt haben."

Die Herausforderung bei den Aufnahmen ist für die Philharmoniker vielmehr technischer Art. Sie besteht in der punktgenauen Umsetzung von Bildern. Normalerweise haben die Musiker einen Knopf im Ohr, der ihnen per Klick den Rhythmus eines Films übermittelt. Doch das empfanden die Philharmoniker als störend – und spielen trotzdem bildsynchron. Hinter Fenton steht ein Fernseher, auf dem das Orchester die zu untermalenden Szenen verfolgt. Es gibt also noch einen zweiten Dirigenten: den Wal, der kräftig mit der Flosse aufs Wasser klatscht – „da merkt man, dass sich auch musikalisch was bewegen muss", sagt ein Musiker.

Am Ende der Aufnahmen schwenkt Fenton ein Filmplakat, auf dem er die Philharmoniker bittet zu unterschreiben. „It was great to swing with you", schreibt einer drauf. Ein anderer: „Your music dances with the whales".

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