News

In diesem Bereich finden Sie ausgewählte Unternehmensmeldungen der Greenlight Media, Presseartikel zum Unternehmen und unseren Projekten sowie relevante Branchen-News, über die wir Sie gern informieren möchten.

INTERVIEWTERMIN: UNSERE ERDE

06.12.2007 - 11:45

 

Regie & Drehbuch: Alastair Fothergill und Mark Linfield  Eine deutsch-englische Koproduktion von Greenlight Media AG & BBC Worldwide  Kinostart: 7. Februar 2008 im Verleih von UNIVERSUM   

Wir freuen uns, Ihnen mit UNSERE ERDE eine grandiose Naturdokumentation über das Wunder des Lebens und die atemberaubende Schönheit unserer Erde vorstellen zu können. Zu einer Zeit, in der das weltweite Bewusstsein um die Zerbrechlichkeit und Gefährdung unseres Heimatplaneten immer stärker wächst, zieht dieser Film den Betrachter auf sanfte Art in seinen Bann und ist von größter Aktualität. In Frankreich ist UNSERE ERDE nach vier Wochen mit über 1 Mio. Zuschauer bereits die erfolgreichste Dokumentation des Jahres, ebenso in Spanien, wo der Film Ende September startete.  Regisseur Alastair Fothergill (DEEP BLUE), einer der Pioniere des modernen Naturfilmgenres, und Regisseur Mark Linfield zeigen beeindruckende Luft- und Nahaufnahmen, die mit neuesten, speziell für diesen Film entwickelten Aufnahmetechniken entstanden. Der Zuschauer hat die Gelegenheit, rund um den Globus faszinierende Landschaften und Tiere in freier Wildbahn aus einer Perspektive zu beobachten, die der Mensch mit eigenen Augen zum größten Teil niemals so sehen könnte - und die ihn tief berühren. Der Sprecher des deutschen Off-Kommentars ist Ulrich Tukur.   

Der Mann mit einem der interessantesten Berufe der Welt, Regisseur Alastair Fothergill und der deutsche Produzent Sophokles Tasioulis (Greenlight Media) werden am 13. Dezember im Regent Hotel Berlin für Interviews zur Verfügung stehen.

 
Sie haben die Möglichkeit „UNSERE ERDE“ am 10.12. um 9.00 Uhr im Filmpalast oder am 13.12. um 10.30 Uhr im Sony Center, Kino 9, vorab zu sehen.  

Alastair Fothergill reiste in fünf Jahren von Pol zu Pol an über 200 Drehorte in 26 verschiedenen Ländern, hat dabei zahlreiche Abenteuer erlebt und erzählt in seinem Film in grandiosen Bildern von Eiswelten, Regenwäldern, Wüsten und Weltmeeren - und von deren Bewohnern. Die Reise um den Globus beginnt im arktischen Winter und folgt dem wärmenden Einfluss der Sonne nach Süden bis zur Antarktischen Halbinsel. In den Hauptrollen: Eine Eisbärenmutter, die sich bemüht, Futter für ihre neugeborenen Jungen zu finden, während das Eis unter ihr schmilzt. Eine Elefantenkuh, die mit erstaunlicher Willenskraft ihr Kalb durch die ausgetrocknete Kalahari-Wüste führt. Eine Buckelwalmutter und ihr Kalb, die gemeinsam die längste Wanderung aller Meeressäugetiere: von den Tropen bis zu den Gewässern der Antarktis unternehmen, dem Futterparadies für Wale. In den Nebenrollen: Wölfe, Löwen, Paradiesvögel, Schimpansen, Schneegänse, Amurleoparden, Haie, Karibus und viele mehr.

Lions Gate kauft „Unsere Erde“ für Großbritannien, Irland, Australien und Neuseeland

19.11.2007 - 13:00

 

Das kanadische Medienunternehmen Lions Gate Entertainment Corporation hat die Rechte der BBC Worldwide/Greenlight Media Kinoproduktion Unsere Erde für die kommenden 25 Jahre im Kino-, Video- und TV-Bereich für die Regionen Großbritannien, Irland und Commonwealth sowie Australien und Neuseeland erworben.

Unsere Erde in Israel

12.11.2007 - 13:00

 

Die BBC Worldwide/Greenlight Media Erfolgsdokumentation Unsere Erde wurde vom Berliner Produktionshaus Greenlight Media für die kommenden 10 Jahre an den Filmverleih und Kinobetreiber Lev Cinemas Ltd. mit Sitz in Tel Aviv, Israel, verkauft.

DOKU-BOOM

11.11.2007 - 13:30

 

Natur als Kino-Hit

TV Movie, von Michael Eckert (...)
Magische Bilder
Die wahrscheinlich spektakulärste Natur-Doku aber läuft ab. 07.02.2008 in unseren Kinos und ist eine Kooperation der BBC mit der Berliner Produktionsfirma Greenlight Media. Die Dreharbeiten für „Unsere Erde“ dauerten fünf Jahre, in denen 40 Kamerateams 200 Drehorte in 20 Ländern aufsuchten. Auch der technische Aufwand ist gewaltig: So kommt bei den spektakulären Luftaufnahmen ein Cineflex-Kamerasytem zum Einsatz, dessen Kreiseltechnik auch in Cruise Missiles verwendet wird. In China durften die Geräte deshalb überhaupt nicht in Aktion treten. Zudem liefern ultramoderne Hochgeschwindigkeitskameras unglaubliche Aufnahmen in 40-facher Zeitlupe.

„Unsere Erde“ nimmt den Zuschauer mit auf eine Filmreise von der Arktis Richtung Süden bis hinunter zur Antarktis. Hier erlebt der Zuschauer eine Bildersymphonie mit sensationellen Aufnahmen von Landschaften und Tieren unseres Planeten, unterlegt mit der Musik der Berliner Philharmoniker. „Das Kino ist kein Ort, um zu predigen oder eine Kampagne zu führen,“ meint Sophokles Tasioulis (41) leidenschaftlicher Dokumentarfilmer und Produktionsvorstand von Greenlight Media. „Hier muss man den Menschen die Schönheit unserer Heimat Erde zeigen. Umso besser ist es, wenn die nachher rausgehen und sagen: ,Hey, das alles steht auf dem Spiel. Was kann ich tun?‘
Schon 2004 landete Greenlight Media mit „Deep Blue“ (800 00 Kinobesucher in Deutschland!) einem weltweiten Überraschungserfolg. Dass auch das neue Projekt begeistert, belegen erste Erfahrungen in Frankreich: Als der Film hier im Oktober startete, lag „Unsere Erde“ gleich nach dem ersten Wochenende auf Platz 1 der Charts.

 

                                FILMREISE UM DIE GANZE WELT         

 

INTERVIEW

mit den Berliner Produzenten der Natur-Doku „Unsere Erde“

Was reizt sie daran, mit Ihrer Firma Greenlight Media ausgerechnet Natur-Dokus zu produzieren?

Sophokles Tasioulis: Wenn man Dokumentarfilme macht, hat man die Lizenz zum Neuierigsein! Ich erfahre Dinge über die Natur, die ich sonst nie sehen könnte. Außerdem wollen wir Filme machen, die auch international funktionieren.

André Sikojev: Die multinationale Vermarktung ist auch wirtschaftlicher Aspekt. Wenn man seine Träume nicht auch auf diesen Aspekt hin abklopft, geht man baden.

Wie sind Sie für „Deep Blue“ und „Unsere Erde“ an das Material der BBC gekommen?

S.T.: Ein Freund, der beim ORF die Dokumentarfilmabteilung leitet, erzählte uns von einer Reihe über Ozeane, die die BBC gerade fürs Fernsehen drehte, und hat uns den Kontakt vermittelt. Die haben gedacht, wir spinnen, als wir denen erzählten, wir wollten das ins Kino bringen. Dann hat es noch anderthalb Jahre gedauert, bis wir die die entscheidenden Leute überzeugt hatten.

A.S.: Bei der BBC wird unheimlich viel Material produziert, das kommt niemals alles ins Fernsehen. Vierzig Kamerateams drehen jeden Tag über einen Zeitraum von bis zu vier Jahren! Nicht mal der Regisseur kennt das gesamte Material. Da lag es nahe zu sagen: Lasst uns gemeinsam produzieren und gemeinsam verwerfen. Diese großartigen Bilder gehören ins Kino!

 

UNSERE ERDE

Inhalt
Sinnliche Bilderreise, in deren Mittelpunkt eine Elefantenkuh, ein Buckelwal und eine Eisbärenfamilie stehen. Nach „Deep Blue“ (2004) ist dies schon die zweite Kino-Doku, die mit Hilfe des unerschöpflichen Bildmaterials des britischen Fernsehsenders BBC erstellt wurde. Die Aufnahmen entstanden parallel zur spektakulären TV-Reihe „Planet Erde“ (2006), die auf DVD ( Polydor) erhältlich ist, erzählen aber eine ganz andere Geschichte!

TV Movie meint: Im Unterschied zur TV- Serie kommt der Kinofilm komplett ohne erklärenden Off-Kommentar aus. Einfach zurücklehnen, Film und Musik genießen- und vom Paradies träumen!

Kinostart: 7. Februar 2007

Unsere Erde Deal mit Frenetic geschlossen

11.11.2007 - 13:00

 

Die Greenlight Media Produzenten um Nikolaus Weil und Stefan Beiten haben sich mit dem Schweizer Filmverleih Frenetic Films über den Lizenzkauf der Kino-, Video- und TV-Rechte von Unsere Erde für die kommenden sieben Jahre für deutsche und französische Schweiz sowie Liechtenstein verständigt.  

Frenetic Films ist einer der führenden Independent Filmverleiher der Schweiz und hatte bereits die Greenlight Media Erfolgsdoku Deep Blue unter Vertrag.

IN 90 TAGEN UM DIE WELT

22.10.2007 - 13:30

 

Falls morgen die Welt untergeht, drehen wir noch heute einen Film darüber - nach diesem Motto entstehen zurzeit viele spektakuläre Naturdokumentationen, vor allem in der Arktis.

Wie lange braucht ein Eisbär, um sich durch sechs Lagen Thermokleidung zu beißen? Fünf Sekunden? Zehn?

"Keine Ahnung. Hängt vermutlich davon ab, wie viel Hunger der Bär hat. Aber bestimmt lange genug, dass ich dich um Hilfe rufen höre", sagt Jason Roberts, der Eisbärenexperte, grinst, rückt seine Gletscherbrille zurecht und schwingt sich wieder auf sein Schneemobil. Dann gibt Roberts Gas; mit 35 Stundenkilometern fräst der Motorschlitten eine Spur in den Schnee - das einzige, sehr vergängliche Zeichen von Zivilisation im Umkreis von 100 Kilometern.

Sonst gibt es hier auf der norwegischen Insel Spitzbergen, 1200 Kilometer vom Nordpol entfernt, nur Eis und Schnee und Wind, der grundsätzlich von vorn weht. Und Eisbären, sehr viele Eisbären, die grundsätzlich von allen Seiten kommen können und im Zweifel schneller  beschleunigen als ein Motorschlitten. Manchmal wollen sie angeblich nur spielen.

Jason Roherts führt eine kleine EA-pedition von Tierfilmern um den BBC-Regisseur Alastair Fothergill an, die auf Schneemobilen die bitterkalte Einöde von Spitzbergen erkunden. Abgesehen von zwei kleinen Orten an der Küste und einigen Forschungsstationen gehört der abgelegene Arktis-Archipel ganz den Bären, die zu den größten Landraubtieren der Erde zählen. Bis zu 5000 Exemplare soll es auf Spitzbergen und den umliegenden Inseln geben, ein Fünftel der Gesamtpopulation. Noch.

Roberts jedenfalls hat gut zu tun. Der Mann mit der Fellkappe, ursprünglich nicht zum Arktis-Bewohner prädestiniert (er ist Australier, lebt aber seit 1990 auf Spitzbergen), dürfte schon mehr Eisbären beobachtet haben als die meisten Polarwissenschaftler. Bewaffnet mit Pfefferspray und einem schweren Revolver, begleitet er Filmteams aus aller Welt in die Arktis und sorgt dafür, dass in der Wildnis niemand erfriert, verhungert oder gefressen wird. Zuletzt war eine Crew aus Hollywood da, um ein paar Szenen für den Fantasy-Film "Der Goldene Kompass" zu drehen. Meistens aber gibt Roberts den Bärenführer für die "Natural History" -Sparte der BBC.

Der langjährige Leiter dieser Abteilung, der Brite Fothergill, 47, bekannt geworden mit der Meeresdoku "Blue Planet", hat gerade die bislang aufwendigste und teuerste Naturdokumentation aller Zeiten fertiggestellt: "Unsere Erde" ist eine epische Weltreise in gut 90 Minuten vom Nord- zum Südpol - mit vielen Zwischenstopps auf allen Kontinenten und sehr telegenen, aber mitunter recht launischen Stars: Buckelwalen, Haien, Elefanten, Löwen, Paradiesvögeln und natürlich diversen Eisbären.

Hinter Fothergills faszinierenden Bildern steckt eine logistische Meisterleistung: Er dirigierte 40 Kamerateams zu 206 Drehorten, vom Okawangodelta in Botswana bis zum Himalaja; mehr als 4000 Drehtage kamen dabei zusammen. Unzählige Stunden verbrachte Fothergill selbst im Hubschrauber. Am Ende spielten die Berliner Philharmoniker die Filmmusik ein. Macht zusammen über 40 Millionen Euro Produktionskosten für den Kinofilm sowie die parallel entstandene Fernsehserie. "Unsere Erde", Ende September beim Filmfestival im spanischen San Sebastian von Fothergill und seinem Co-Regisseur Mark Linfield vorgestellt, ist die spektakulärste, aber längst nicht die einzige neue Kinodokumentation, die wenigstens zum Teil in der Arktis gedreht wurde. Auch andere aktuelle Filme rufen - mal subtil, mal brachial - in Erinnerung, wie sehr die Polarregion und ihre Bewohner gefährdet sind, insbesondere Eisbären, die "ikonografischen Opfer des Klimawandels"  ("The Economist"). Falls morgen die Welt  untergeht, so offenbar das heimliche Motto der Macher, drehen wir lieher noch heute einen Film darüber.

Den Anfang machte der ehemalige US Vizepräsident und diesjährige Friedensnobelpreis-träger Al Gore. In einer Zeichentricksequenz seiner Klimadoku "Eine unbequeme Wahrheit" (2006) bricht ein Comic-Eisbär immer wieder auf den schmelzenden Eisschollen ein und droht zu ertrinken.

Ähnlich ergeht es auch einem echten Bären in der neuen USProduktion "Königreich Arktis",an deren Drehbuch Gores 30-jährige Tochter Kristin mitschrieb. Die Dokumentation (Kinostart: 31. Oktober) mixt aus altem und neuem Filmmaterial ein kindgerechtes, bisweilen kitschiges Drama über den Überlebenskampf von Eisbären und Walrossen. Die Macher - in der Originalfassung spricht die Sängerin und Schauspielerin Queen Latifah den Text, in der deutschen Version drei Kinder - verpassten den Tieren Namen wie Nanu und Seela. Doch auch die tierische Tonspur ist gewöhnungsbedürftig: Ausgiebig werden die Furzgeräusche der Walrosse dokumentiert. "Die Erderwärmung wird familienfreundlich", spottete die "New Vork Times".

Andere Filmemacher gehen das Thema weniger theatralisch an. Die skandinavische Dokumentation ."Unser Planet" von Michael Stenberg und Johan Söderberg etwa beschäftigt sich mit den Folgen der Überbevölkerung für das ökologische Gleichgewicht (ab 1. November). Und der Hollywood-Star Leonardo DiCaprio, dessen Erfahrung mit Eisbergen sich bisher auf seine Rolle im Dampfer-Drama "Titanic" beschränkte, produzierte den Film ,,11th Hour - 5 vor 12". In diesem apokalyptischen Doku-PampWet warnen Wissenschaftler und Politiker von Stephen Hawking bis Michail Gorbatschow vor der globalen Umweltzerstörung und ihren Folgen, versinnbildlicht etwa durch Katastrophenbilder vom Hurrikan "Katrina", der 2005 New Orleans unter Wasser setzte (ab 15. November).

Doch auch in DiCaprios Film ist natürlich ein Eisbär zu sehen: Das Tier sucht Futter auf einer Müllkippe. Für die USZeitschrift "Vanity Fair" posierte DiCaprio sogar in Polarkluft neben dem berühmten Berliner Eisbären Knut. Getroffen haben sich die beiden Publikumsidole allerdings nie: Das Bild ist eine Fotomontage.

Solche Tricks kamen für die BBC-Produktion "Unsere Erde" zwar nicht in Frage, doch auch Regisseur Fothergill holte sich technische Unterstützung aus Hollywood. Viele Luftaufnahmen wurden mit einer sogenannten Heligimbal-Spezialkamera gedreht, die wie das Glupschaugeeines Zyklopen unter dem Hubschrauber klebt. Dank Fernsteuerung und Kreiselstabilisator erlaubt diese Kamera 360-Grad- Schwenks und gestochen scharfe Detailbilder auch aus großer  Entfernung.

"In Hollywood filmen sie damit Autoverfolgungsjagden", erklärt Fothergill bei einer Rast auf Spitzbergen, während 50 Meter weiter ein Dutzend Rentiere durch den Schnee stapfen. "So konnten wir aus großer Höhe zum Beispiel jagende Wölfe aufnehmen, ohne die Tiere zu stören.

Tatsächlich gleicht die naturgegebene Dramaturgie mancher Szenen in "Unsere Erde" ausgeklügelten Action-Spektakeln. Erst durch die Luftaufnahmen begreift der Zuschauer zum Beispiel, wie planvoll und arbeitsteilig ein Rudel Wölfe eine Rentierherde in Panik versetzt, ein Jungtier aus der Gruppe herauslöst und es dann zu Tode hetzt. Mit Rücksicht auf jüngere Zuschauer - "Unsere Erde" will alle Altersgruppen ansprechen - verzichtet Fothergill jedoch meist darauf, das Schlachtfest am Ende einer erfolgreichen Jagd zu zeigen. Doch nicht alle Bilder ließen sich aus sicherer Distanz drehen. Für die spektakulärsten Eisbärszenen wollte Spitzbergen- Kenner Roberts den Tieren so nah wie möglich auf den Pelz rücken.

Aber wo? Spitzbergen bietet kaum Versteckmöglichkeiten für ein Kamerateam. Außerdem ändert sich das Wetter alle zehn Minuten; bei einem Schneesturm verschwimmen Himmel, Horizont und Erde zu einer einzigen hellgrauen Wand. Mit etwas Glück erkennt man dann noch die Rücklichter des vor einem fahrenden Schneemobils; Filmen ist unmöglich. Ein Eisbär könnte direkt hinter einem herhecheln, ohne dass man ihn bemerkt.

Roberts und Allan brauchten sechs Wochen und viel Geduld, um die grandiosen Szenen zu drehen, die im fertigen Film nur ein paar Minuten ausmachen: Eine Eisbärin steckt, nach monatelanger Winterruhe, ihren Kopf aus der Höhle und schlittert auf dem Rücken den steilen Abhang hinunter- "um ihr Fell zu säubern oder vielleicht auch nur aus Spaß", wie Roberts erklärt.

Kurze Zeit später tapsen zwei weiße Fellbündel ins Freie: Der Eisbärennachwuchs, nur wenige Wochen alt, macht seinen ersten Ausflug. Unbeholfen krabbeln die Jungtiere durch den Schnee, angetrieben von ihrer Mutter, die Richtung Meer will. Dort, wo sich Robben aufs Eis trauen, findet eine ausgehungerte Bärin genug Nahrung. Je früher im Jahr das Eis schmilzt, desto kürzer wird die Jagdsaison der Eisbären.

Was dann passieren kann, hat Regisseur Fothergill selbst vom Hubschrauber aus vor der Ostküste Spitzbergens gefilmt: Ein Eisbär schwimmt. Elegant krault das Kraftpaket zwischen den Eisschollen herum, unter größeren Brocken taucht es lässig hindurch.

Doch dann zoomt Fothergill langsam in die Totale, und der Zuschauer erkennt: kein Land in Sicht, nirgends. Dieser Bär muss noch weit schwimmen. "Ich glaube nicht, dass die Menschen ins Kino gehen, um sich belehren zu lassen", sagt Fothergill. Er selbst sieht sich deshalb auch nicht als Mahner, sondern eher als Sammler - "Natural History" im Wortsinn. "Wenn meine Kinder erwachsen sind", fürchtet der Regisseur, wird man vermutlich keine Eisbären in freier Wildbahn mehr erleben können." Vorläufig filmt Fothergill weiter. Sein nächstes Projekt ist bereits in Arbeit. Titel: "Der gefrorene Planet".

Also flogen Roberts und der Kameramann Doug Allan mit einer Sondergenehmigung des Gouverneurs nach Kongsoya, eine Insel gut hundert Kilometer östlich von Spitzbergen. Kongseya wurde vor 25 Jahren von der norwegischen Regierung zum Sperrgebiet erklärt; kein Mensch hatte dieses Niemandsland seitdem betreten. Ideale Bedingungen also für trächtige Eisbärenweibchen, die sich im Winter in Höhlen an den Steilhängen verkriechen.

Roberts und Allan selbst hausten, umgeben von 690 Kilo Ausrüstung, in einer kleinen Trapperhütte, Baujahr 1936.Kaum war die Behausung notdürftig repariert und geheizt (Außentemperatur: bis minus 30 Grad), tauchte der erste Einheimische auf: ein Eishärenmännchen, rund 800 Kilo schwer und offenbar hungrig.

Erst zerkaute das Tier ein im Freien herumliegendes Generatorkabel, dann schnüffelte es vor der Tür herum. Auch durch die Knallfrösche, die Roberts in seine Richtung warf, ließ es sich nicht vertreiben. "Wo ist eigentlich unser Gewehr?", fragte Kameramann Allan, als der Bär plötzlich seine Nase gegen die Fensterscheibe presste. Doch irgendwann verzog sich das Tier, und die Suche nach einer Eisbärenhöhle konnte beginnen. Zu Fuß, Motorschlitten sind auf Kongsnya verboten.

Wanda Vision und Greenlight Media schließen „Unsere Erde“-Deal

14.10.2007 - 12:45

 

Nachdem bereits der erste Dokumentarfilmhit Deep Blue beim spanischen Filmverleih Wanda Vision unter Vertrag genommen wurde, gehen nun auch die Lizenzrechte des Folgeprojekts Unsere Erde für Kino, Video und TV bis zum Jahr 2020 an das erfolgreiche spanische Verleih- und Produktionshaus.

Unsere Erde geht an Gaumont für Frankreich, Belgien, Niederlande und Luxemburg

12.10.2007 - 13:00

 

Der französische Filmkonzern Gaumont hat sich die Lizenzrechte der Greenlight Media/BBC Worldwide Kinoproduktion Unsere Erde für Frankreich mit der französischen Überseeregion sowie Belgien, Niederlande und Luxemburg für die kommenden 25 Jahre im Kino-, Video- und TV-Bereich gesichert.

Das älteste heute noch tätige Filmproduktionsunternehmen der Welt wurde 1895 gegründet und brachte zahlreiche Kinoklassiker weltweit in die Kinos. 

EARTH FEIERT WELTPREMIERE IN SAN SEBASTIAN

25.09.2007 - 11:45

 

Greenlight Media und BBC Worldwide präsentieren größte Kino-Naturdokumentation auf den Filmfestspielen von San Sebastian

Berlin, 25.09.2007 – Greenlight Media AG und BBC Worldwide stellten am Wochenende gemeinsam mit dem spanischen Verleih Wanda Films erstmalig Earth dem Festivalpublikum in San Sebastian vor. Der in der Kategorie Official Selection ausgewählte Film ist eine spektakuläre Naturdokumentation über das Wunder des Lebens und die atemberaubende Schönheit unserer Erde. Unter Regie von Alastair Fothergill und Mark Linfield ist ein sinnliches und emotionales Portrait der Erde entstanden, das dem Kinozuschauer mit ausdrucksvoller Musik die Wunder der Schöpfung vor Augen führt. Auf sanfte aber nachdrückliche Art ruft der Film die zunehmende Gefährdung durch den Menschen in Erinnerung.

Die vom Erfolgsteam von Deep Blue (2004) produzierte Kinodoku wurde bereits weltweit an wichtige Territorien verkauft. Darunter USA/Australia/New Zealand/United Kingdom (Lions-gate), Deutschland/Österreich (Universum Film, Universum Film/Constantin), Japan (Gaga Communications), Frankreich/Benelux (Gaumont), Spanien (Wanda Films), Schweiz (Frenetic), Griechenland/Zypern/Bulgarien/Rumänien/Serbien (Audiovisual), Ungarn (Budapest Films), Israel (Shani Films) sowie Kanada (Chrystal Films). Weitere Verkäufe stehen kurz vor Abschluss. In Deutschland kommt der Film mit dem Titel Unsere Erde – der Film (Universum Film) am 14. Februar 2008 in die Kinos.

Sophokles Tasioulis, Produzent des Films, freut sich sehr über die wiederholte Möglichkeit, in San Sebastian Weltpremiere zu feiern: „Es ist eine Ehre für uns, nach Deep Blue auch mit  Earth erneut hier zu sein. Nach vier Jahren Produktion ist dies wohl der emotionalste Moment im Leben eines Produzenten, insbesondere wenn der Film wie hier so begeistert gefeiert wird.“  

Weitere Festivalauftritte von Earth
Vom Hollywood Reporter als ein Highlight von San Sebastian bezeichnet, feiert Earth im Oktober weitere Festivalauftritte. Auf dem Athens International Film Festival wurde der Film zusammen mit dem griechischen Verleih Audio Visual am gestrigen Abend erfolgreich präsentiert. Im Anschluss daran stellt Gaga Communications das Epos auf dem Tokyo International Film Festival vor.

 Regie

Alastair Fothergill
Mark Linfield

 

                      Producers
                 Sophokles Tasioulis
                 Alix Tidmarsh

 

                      Executive Producers
                 Mike Phillips
                 André Sikojev
                 Stefan Beiten
                 Wayne Garvie
                 Nikolaus Weil

 

Greenlight Media AG

Die Greenlight Media AG ist ein international operierendes Filmunternehmen mit Sitz in Berlin. Von Deutschland aus produzieren, vertreiben und vermarktet Greenlight qualitativ hochwertige Kino- und Fernsehfilme, die für die ganze Familie geeignet sind. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Etablierung von Medienformaten im Unterhaltungsbereich, die durch ihren starken Markenwert ein weltweites Publikum erreichen.

Nach der Gründung 1993 ging Greenlight Media mit der überaus erfolgreichen Animationsserie "SimsalaGrimm“ an den Start. Mittlerweile ist “SimsalaGrimm“ in über 120 Ländern verkauft und damit Deutschlands meistexportierte Fernsehserie aller Zeiten. Der in Co-Produktion mit BBC entstandene Kinodokumentarfilm “Deep Blue“ war im Jahr 2004 der erfolgreichste deutsche Film im Ausland. 2006 feierte Greenlight Media mit der spanisch/deutschen Komödie „The Great Match“ in der Kategorie Berlinale Special Premiere.

DAS PROGRAMM VON SAN SEBÁSTIAN NIMMT FORMEN AN

27.08.2007 - 13:15

 

Cronenberg zur Eröffnung

San Sebastián – Das Filmfest in San Sebástian konnte einen prominenten Film für die Eröffnung seiner 55. Ausgabe am 20. September gewinnen. David Cronenberg zeigt seinen neuen Film „Eastern Promises“.

Cronenbergs neuer Thriller läuft im offiziellen Wettbewerb. Der Kanadische Regisseur hat nach „A History of Violence“ erneut mit Viggo Mortensen zusammengearbeitet, der diesmal einen geheimnisvollen Mann aus Osteuropa spielt, der sich im Milieu des organisierten Verbrechens in London bewegt. Als Abschlussfilm hat das A-Festival in der baskischen Küstenstadt Michael Radfords „Flawless“ eingeladen, in dem Demi Moore mithilfe von Michael Caine den perfekten Diamantendiebstahl plant. Zwei spanische Regisseurinnen werden mit Cronenberg um die goldene Muschel konkurrieren: Icíar Bollaín („Öffne meine Augen“) zeigt „Mataharis“ und Gracia Querejeta „Siete mesas de billar francés“. Noch darf gerätselt werden, was für Filme der Wettbewerb sonst noch parat hält.

Außer Konkurrenz läuft jedenfalls „The Inner Life of Martin Frost“, Paul Austers zweite Regiearbeit nach „Lulu on the Bridge“. David Thewlis spielt Austers Alter Ego, einen Schriftsteller, der eines Morgens eine mysteriöse Schöne (Irène Jacob) in seinem Bett vorfindet. Ebenfalls außer Konkurrenz wird „Unsere Erde – Der Film“ gezeigt. Alastair Fothergill präsentiert nach „Deep Blue“ erneut eine Naturdoku, die parallel zur BBC-Serie „Planet Earth“ entstanden ist. Diesmal nehmen er und Koregisseur Mark Linfield die Zuschauer mit auf eine Reise rund um den Globus und durch die vier Jahreszeiten und zeigen, wie sich die Fauna an die unterschiedlichen Gegebenheiten anpasst. Deutscher Koproduzent war erneut die Greenlight Media AG.

In der Sektion Zabaltegi, der zweiten großen Festivalreihe, lassen sich Filme von Nachwuchsregisseuren, Jurymitgliedern und Highlights von anderen Festivals entdecken. Aus Deutschland wurde Felix Randau mit „Die Anruferin“ eingeladen, der seine Weltpremiere bereits auf dem Filmfest München erlebte. Er hofft auf den mit 90.000 Euro dotierten Altadis-Preis, ebenso etwa wie die Britin Sarah Gavon mit „Brick Lane“, die Verfilmung des Romans von Monica Ali über indisch-bengalische Einwanderer in London. Aus Korea wurden Jung Bum-Sik und Jung Sik mit „Gidam“ eingeladen. Die Brüder lernten ihr Handwerk als Regieassistenten von Park Chan-wook. Aus den USA kommt „Where God left his Shoes“ von Sal Stabil mit John Leguizamo, und „The Blue Hour“ von Eric Nazarian. Natürlich sind in der Zabaltegi-Reihe auch spanische Filmschaffende prominent vertreten. Im Projektforum Films in Progress werden darüber hinaus spanische und lateinamerikanische Filme im Postproduktionsstadium vorgestellt, die noch auf der Suche nach einem Koproduzenten sind.

Mit Retrospektiven werden der amerikanische Regisseur Henry King und sein französischer Kollege Philippe Garrel geehrt. Die thematische Retro beleuchtet unter dem Banner "Cold Fever" das skandinavische Kino und seine Tendenzen seit der Geburt von Dogma.

Blickpunkt Film 35/07

Seiten

Kontakt

Greenlight Media GmbH

Phone: +49 30 22198 215
Fax: +49 30 22198 217
Mail: info@greenlightmedia.com

Uhlandstr. 161
10719 Berlin
Germany