News

In diesem Bereich finden Sie ausgewählte Unternehmensmeldungen der Greenlight Media, Presseartikel zum Unternehmen und unseren Projekten sowie relevante Branchen-News, über die wir Sie gern informieren möchten.

EVENT-NATURDOKUMENTATION "UNSERE ERDE - DER FILM" AUF DEM FILMFESTIVAL IN SAN SEBASTIAN

13.08.2007 - 11:45

 

Pressemitteilung

Die Berliner Greenlight Media AG und BBC Worldwide produzierten mit „UNSERE ERDE – DER FILM“ die aufwändigste Naturdokumentation der Filmgeschichte.

Wie die Festivalleitung in San Sebastian mitgeteilt hat, läuft der Film auf dem 55. Filmfestival in San Sebastian (20.09. – 29.09.2007) am Samstag, den 22. September 2007 im Offiziellen Programm außerhalb des Wettbewerbs.

„UNSERE ERDE – DER FILM“ ist eine spektakuläre Naturdokumentation über das Wunder des Lebens und die atemberaubende Schönheit unserer Erde. Der Film von Alastair Fothergill und Mark Linfield ist ein sinnliches und emotionales Kinoerlebnis für die große Leinwand, das dem Zuschauer mit ausdrucksvoller Musik die Wunder der Schöpfung vor Augen führt. Auf sanfte aber nachdrückliche Art ruft die Natur-Doku die zunehmende Gefährdung durch den Menschen in Erinnerung.

Die Reise um den Globus beginnt im arktischen Winter und folgt dem wärmenden Einfluss der Sonne nach Süden bis hinunter zur antarktischen Halbinsel. Die Hauptdarsteller des Films sind eine Eisbärenfamilie, eine Elefantenkuh mit ihrem Jungen und eine Buckelwalmutter und ihr Kalb.

Regisseur Alastair Fothergill: „Würden wir diesen Film in zehn oder zwanzig Jahren drehen, könnten wir viele dieser außerordentlichen Bilder, die nun auf der großen Leinwand zu sehen sind, gar nicht mehr filmen.“

Produzent Sophokles Tasioulis, Greenlight Media AG: „Wir freuen uns sehr, dass „UNSERE ERDE – DER FILM“ in San Sebastian gezeigt wird. Wir haben das Festival von San Sebastian in bester Erinnerung, da dies der Beginn unseres Welterfolgs DEEP BLUE war. Einen schöneren Ort für die Premiere unseres neuen Films können wir uns nicht vorstellen.“

In Deutschland kommt „UNSERE ERDE – DER FILM“ am 14. Februar 2008 in die Kinos.

CRONENBERG ERÖFFNET SAN SEBASTIAN

07.08.2007 - 13:15

 

Das Festival Internacional de Cine de Donostia-San Sebastián konnte einen prominenten Film für die Eröffnung seiner 55. Ausgabe am 20. September gewinnen. David Cronenberg zeigt seinen neuen Film "Eastern Promises". Der Thriller läuft im offiziellen Wettbewerb. Der kanadische Regisseur hat nach "A History of Violence" erneut mit Viggo Mortensen zusammengearbeitet, der einen geheimnisvollen Mann aus Osteuropa spielt, der sich im Milieu des organisierten Verbrechens in London bewegt. Weitere Rollen wurden mit Naomi Watts und Vincent Cassel besetzt. Als Abschlussfilm hat das A-Festival in der baskischen Küstenstadt Donostia-San Sebastián Michael Radfords "Flawless" eingeladen, in dem Demi Moore mithilfe von Michael Caine den perfekten Diamanten-Diebstahl plant.

Das Festival hat heute außerdem zwei Titel bekannt gegeben, die außer Konkurrenz gezeigt werden: "The Inner Life of Martin Frost", Paul Austers zweite Regiearbeit nach " Lulu on the Bridge". David Thewlis spielt Austers Alter Ego, den Schriftsteller Martin Frost, der eines Morgens eine mysteriöse Schöne (Irène Jacob) in seinem Bett vorfindet.

Außerdem zeigt San Sebastián "Unsere Erde - Der Film", ein britisch-deutsch koproduzierter Dokumentarfilm. Alastair Fothergill präsentiert nach "Deep Blue" erneut eine Naturdoku, die parallel zur BBC-Serie "Planet Earth" entstanden ist. Diesmal bleiben er und Koregisseur Mark Linfield an Land. Sie nehmen die Zuschauer mit auf eine Reise rund um den Globus und durch die vier Jahreszeiten und zeigen, wie sich die Fauna an die unterschiedlichen Gegebenheiten anpasst. Deutscher Koproduzent war wieder die Greenlight Media AG.

 

Blickpunkt Film

DIE MONSTERTRICK AG

15.06.2007 - 13:00

 

München – Computer Generated Imagery (GCI) macht Filme möglich, die noch vor wenigen Jahren am puren Aufwand gescheitert wären. Die rasenden schnellen Innovationen beeinflussen auch die Ästhetik -  und werben ganz nebenebei für die neuen HD-Formate

Mit einem Märchen aus den Tiefen des Universums fing alles an. Ein gigantischer Ball, 120 Kilometer im Durchmesser, schob sich ins Bild. Der Todesstern aus „Star Wars, Episode IV“ bot einen überwältigenden Anblick –war aber nur eine herkömmliche Bastelarbeit der Modellwerkstatt. Die animierte Vektorgrafik jedoch, die Luke Skywalker den Anflug in den Todesschacht erleichterte, gilt als das erste computergenerierte Objekt der Filmgeschichte. Das war 1977. Zeitsprung, 30 Jahre später: Computer Generated Imagery(CGI) beherrscht die Leinwand. King Kong ist kein Plastikpüppchen mehr, Superhelden wandeln im Nu ihre Gestalt, ganze Armeen marschieren auf, ohne dass ein einziger Schauspieler unter der Rüstung schwitzen müsste.

Und Disney lässt seine Helden nicht mehr mit Tusche zeichnen, sondern per Software errechnen. Auch heute wird mit der Handgewerkelt –  aber die bewegt statt Stop-Motion-Figuren oder Pinsel die Computermaus. Seit den zaghaften Gehversuchen, die1991 mit dem Flüssigmetallkörper in „Terminator 2“ und zwei Jahre später mit trampelnden Dinos in „Jurassic Park“ erste Höhepunkte erreichten, hat die Technik enorme Sprünge gemacht. Mit dem Explodieren der Rechnerleistung ließen sich immer mehr Details realisieren.

Plötzlich erblühten ganze Landschaften in fotorealistischer Darstellung, mit natürlichem Lichtspiel und Brechungen. Naturphänomene wie fließendes Wasser und Stürme brachen entfesselt über die Leinwand herein. Wehende Haare, schimmernde Haut und Augen zum Verlieben hauchtenauch dem schwierigsten Objekt Leben ein, das Menschen digital erschaffen können: den Menschen selbst.

Mehr Details dank mehr Rechnerleistung

„Der Komplexitätsgrad, den Computer heute bewältigen, wird immer größer“, erklärt Holger Tappe, Geschäftsführender Gesellschafter von Ambient Entertainment. „Das Maximalziel‚Traumwelt ist gleich Filmwelt‘ rückt einen Riesenschritt näher.“ Mit seinem Team mischt Tappe dabei kräftig mit. Seine erste große Kinoproduktion war „Back to Gaya“ (2004), zugleich der erste deutsche komplett digital erstellte Animationsfilm, bei dem er zusammen mit Lenard Krawinkel als Produzent und Regisseur fungierte. 2006 folgte „Urmel  aus dem Eis“.

„Die aktuelle Umstellung der Systeme von 32 auf 64Bit bewirkt, dass die Komplexität mit einem Schlag zunimmt, etwa um den Faktor zehn. Als vor zehn Jahren Maya 1.0 auf Irix herausgebracht wurde, hatte diese Version zwar schon 64 Bit, konnte aber nicht auf das gängige und kostengünstige Windows portiert werden. Heute sind wir bei Maya8.5 angelangt“, so Tappe. Die Technik hat das Filmemachen revolutioniert. Mögen die Fantasien der Drehbuchautoren und die Vorgaben des Regisseurs noch so durchgeknallt sein, die Schere im Kopf ist nicht mehrnotwendig. „Mir fällt tatsächlich nichts ein, was überhaupt nicht funktionieren könnte“, resümiert Tappe.

Die Parameter, die dies ermöglichen, heißen Kontrolle und Korrektur. „Ich kann zu jeder Zeit den Status meiner Arbeit berechnen und rendern lassen. CGI bedeutet adaptives Arbeiten. Ich kann mir das Zwischenergebnis anschauen und überlegen, was ich korrigieren will ,wo ich mehr Detail reinbringe. Man muss nichts mehr wegwerfen, sondern kann die Ergebnisse weiter verfeinern.

CGI bedeutet adaptives Arbeiten

“Nicht nur im rein handwerklichen Prozess, auch im Narrativen wird die Befreiung augenscheinlich. „Die fortschreitende Technologie ermöglicht es, Geschichten differenzierter zu erzählen“, erklärt Sophokles Tasioulis, Vorstand der Greenlight Media AG. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin produziert Animationsfilme und setzt auf bildgewaltige Dokus, zuletzt „Deep Blue“. „Perspektivisch ist die Technik nur förderlich, wenn sie tatsächlich die Handlung unterstützt und voranbringt. Es wird mehr Emotionen bei den einzelnen Charakteren geben, die durch 3-D-Scanning und Motion Capture immer näher an echte Life-Action-Charaktere heranrücken. Außerdem werden mehr und komplexere Massenszenen möglich, die früher sehrteuer waren und auf ein Min-mum begrenzt wurden.“

Weta-Digital demonstrierte in der „Herr der Ringe“-Trilogie, wie echt das aussehen kann. Mit dem Programm „Massive“ statteten sie Orks, Elben und Menschen mit einer Art Künstlicher Intelligenz aus, die zu individuellen Bewegungsabläufen führte und auf diese Weise das unvorhergesehene Element förderte, das zwangsläufig jeder Interaktion innewohnt. Wer kämpft, muss blitzschnell reagieren und intuitiv das Schwert führen. Standardisierte Lehrbuchverteidigung macht keinen Meister. Auch in Zhang Yimous „Der Fluch der goldenen Blume“ gibt es imposante Massenaufläufe zu bestaunen. Reale und digitale Kämpfer sind kaum voneinander zu unterscheiden.

Eine weitere Ästhetisierung fand kürzlich in Zack Snyders Comicumsetzung „300“ statt. 300 heldenhafte Spartaner lassen die Muskeln spielen, die Welt drumherum ist komplett künstlich erschaffen. Einzigartig werden Licht und Materialien herausgearbeitet. Schwindelerregende Perspektiven, Montagen und Bewegungsdetails finden gerade bei einer jungen Zielgruppe Anklang, deren visuelle Kapazitäten durch PC-Games geschult sind. Übersteigerung und Hyperrealismus läuten eine neue Epoche des Historienfilms ein. Zwei Genres jedoch profitieren überdurchschnittlich von CGI, machen eine Verfilmung überhaupt erst möglich: Fantasy und Comic-Adaptionen. Lange Zeit galten Stoffe wie „Der Herr der Ringe“ und „Harry Potter“ als unverfilmbar. Jetzt gehen sie in Serie, spülen Millionenbeträge in die Kassen der Studios. Rekorde werden aufgestellt und gleich wieder gebrochen.

Effekt-Supervisor prüft Machbarkeit

Noch vorwenigen Wochen legte „Spider-Man 3“ mit 382 Millionen Dollar Einspielergebnis den erfolgreichsten Kinostart aller Zeiten hin. Dann kam „Pirates of theCaribbean –  Am Ende der Welt“:401 Mio. Dollar weltweit innerhalb von sechs Tagen. Solche Zahlen wecken Begehrlichkeiten. Längst ist klar, dass „Spider-Man“ mit drei weiteren Sequels fortgesetzt wird. Bereits vor 20 Jahren hat sich Produzent Bernd Eichinger die Filmrechte an den Marvel-Comics „Fantastic Four“ und„Silver Surfer“ gesichert.

Jetzt erst ist die Technik so weit, die Stoffe adäquat in Szene setzen zu können. Die ersten Bilder von „Rise of the Silver Surfer“, der am 14.August starten soll, versprechen spektakuläre Ergebnisse. Ein anderer Deutscher, Roland Emmerich, arbeitet gerade an „10.000 BC“, einem Steinzeitepos, das im März 2008 in die Kinos kommen soll. Auch er ließ sich Zeit: „Wir haben den Anspruch, dass alles total realistisch sein soll – weshalb ich sehr lange mit diesem Projekt gewartet habe, bis die technischen Möglichkeiten so weit waren.“ Dabei folgt der „Godzilla“-Regisseur einem Arbeitsprinzip, das in Hollywood nicht mehr ungewöhnlich zu sein scheint.

Die erste Fassung eines neuen Drehbuchs legt Emmerich immer zuerst einem Effekt-Supervisor vor, der die Machbarkeit prüft. Erst dann wird weitergeplant und investiert. Tritt die Story also doch in den Hintergrund? Bei der einen oder anderen Produktion mag das der Fall sein. Letztendlich entscheidet jedoch das Publikum, was ein Erfolg wird und was nicht.

Nach einer Studie der FFA gaben 14Prozent der Befragten an, dass sie wegen der Special Effects und der Animation ins Kino gingen. Dagegen nannten 54 Prozent Thema und Story als Grund für den Kinobesuch. Kein Grund zur Besorgnis also, dass Drehbuchschreiber und Schauspieler arbeitslos werden. Tappe ist sich sicher: „Wir sind Jahre davon entfernt, die realen Stars zu ersetzen.“ Auch glaubt er nicht, dass eine neue Art von Darstellern gebraucht wird, die mit dem kulissenlosen Acting im Blue-Screen-Studio zurechtkommen.

Seine rhetorische Frage lautet: „Muss man einem guten Schauspielerwirklich wehtun, damit er weint? Da Schauspiel eigentlich nichts anderes ist als ein Sicheinfühlen in eine Person und eine Situation, sollte diese Aufgabe die geringere Herausforderung sein.“ Auch Volker Lauster, Marketing Manager bei Twentieth Century Fox Home Entertainment, setzt auf gute alte Bekannte: „Ein De Niro wird immer ein De Nirosein. Kein Soapdarsteller wird nur durch CGI zum gefeierten Hollywoodschauspieler.“

Sid, Rodney and Nemo

Eher schafft die Technik eine ganz neue Art von Stars. Sie hören auf en Namen Rodney, Sid und Nemo und erfreuen vor allem Kinderherzen. Computercharaktere mischen das klassische Genre der Animation kräftig auf –und brechen wie im Realfilm Zuschauerrekorde. „Vor 20 Jahren war es kaum denkbar, dass man mit einem Animationsfilm zehn Mio. Menschen ins Kino lockt“, so Lauster.„Große Fantasien, rasante Action und ebenso starke Gefühle werden auch die kommenden Filme bestimmen. Außerdem warten die Zuschauer jetzt schon ungeduldig auf Sequels wie ‚Madagascar 2‘ und ‚Ice Age 3‘.“ Tatsächlich waren es die beiden Teile von „Ice Age“, mit denen Fox Platzhirsch Disney das Fürchten lehrte. Seit Mickey Mouse 1928 in „Steamboat Willie“ das Licht der Welt erblickte, bestimmten die Figuren von Walt Disney den Trickfilm.

Sehverhalten hat sich geändert

Doch irgendwann wandelte sich der Geschmack des Publikums, die leicht süßliche Art der Disney-Produktionen kam nicht mehr so recht an. In „Ice Age“ trafen turbulente Übermütigkeit und starke Charaktere auf kritische Untertöne: Besser hätte man das aktuelle Megathema Klimakatastrophe nicht umsetzen können. Damit begab sich das ausführende Blue Sky Studio in direkte Konkurrenz zu Walt Disney Feature Animation („Himmel und Huhn“),Disney Pixar („Die Unglaublichen“) und Dream Works(„Shrek“). Hier wird mit harten Bandagen gefightet, denn jeder will der Erste sein, der bei der rasenden Entwicklung der Technikneue Maßstäbe setzt.

Dabei gerät das tradierte Trickhandwerk immer mehr ins Hintertreffen.„Der letzte Versuch von Disney mit ‚Die Kühe sind los‘ hat gezeigt, dass der klassische Zeichentrick nur noch etwas für die ganz jungen Zuschauer ist, und nicht mehr für das breite Publikum“, konstatiert Lauster. „Das Sehverhalten hat sich geändert. Zumeinen durch Videogames, aber auch durch das Internet und das Konsumverhalten im Entertainmentbereich.“

Die nächste Stufe der Animation wird gerade gezündet: Die Marktführer gehen dazu über, ihre Filme in 3-D zu produzieren. Disney hat sogar ein völlig neues System patentieren lassen, das die lästigen Rot-Grün-Brillen über-flüssig macht. Statt zwei Projektoren kommt nur noch einer zum Einsatz, der blitzschnell zwischen den Bildern für das rechte und linke Auge umschaltet, 144Mal pro Sekunde. Das Gehirn kann so schnell nicht darauf reagieren und setzt die Projektion zu einem dreidimensionalen Bild zusammen. „Triff die Robinsons“ wurde so produziert.

Im Home-Entertainment-Bereich ist eine 3-D-Abbildung natürlich noch nicht realisierbar. Allerdings tragen die unglaublich hoch auflösenden und farblichbrillanten CGI-Bilder dazu bei, dass das Kundeninteresse für die sich abzeichnende HD-Revolution steigt. Optimaler Genuss ist eben nur mit innovativer Bildschirmhardware und entsprechenden Speichermedien wie Blu-ray und HD DVD möglich. Je mehr CGI zum Einsatz kommt, desto besser sieht der Film auf dem raumfüllenden Plasmabildschirm aus. Kinder wie Erwachsene haben ihren Spaß dabei. Und ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich auch. Die Faszination der computergenerierten Arbeit bietet viel Making-of-Material.

„Über jeden einzelnen Trick kann man viel erzählen! Und deshalb gibt’s auch mehr Bonusmaterial“, meint Uschi Reich, Geschäftsführerin von Bavaria Film. „Auf der ‚Bibi 2‘-DVD werden zum Beispiel die Flugaufnahmenerklärt, in einer eigenen 15-mi-nütigen Dokumentation. Der Film wird sogar als Unterrichts-material an der Hochschule für Fernsehen und Film München verwendet.

“Mit „Bibi Blocksberg“ konnte die Produzentin den Erfolg der Hörbücher in die Kinos weitertragen. CGI half ihr dabei. Auch bei ihren nächsten Projekten will Reich darauf nicht verzichten: „Wenn alles gut geht, wird mein nächster CGI-Film‚Stoffel fliegt übers Meer‘ nachdem Roman von Erika Mann. Erspielt in den 30er-Jahren, während des ersten Zeppelinflugs über den Ozean. Ein zehnjähriger Junge, der den reichen Onkel in Amerika sucht, ist als blinder Passagier an Bord.“ Das Flugobjekt wird sicher perfekt aussehen, mit ein paar mehr Details versehen, als es George Lucas vor 30 Jahren bei seinem Todesstern möglich war. „Ich musste alles irgendwie glaubwürdig erscheinen lassen, obwohl es vollkommen lächerlich war“, erinnert sich Lucas. Immerhin: Mit „Star Wars“ schuf ereine ganze Welt.

Das Remake der Bibel

Ähnliches könnte bald geschehen, wenn man der einhelligen Antwort der Branche auf die Frage folgt, welcher Stoff mittels CGI endlich verfilmt werden sollte. „Das Remake der Bibel“, fordert Tasioulis. Lauster kennt sogar bereits den Regisseur: „Eine Verfilmung von Teilen der Bibel unter James Cameron wäre bestimmt interessant.“ Wahrscheinlich wird es dann im Vorspannheißen: „Es war einmal vor langer Zeit, in einem weit, weit entfernten Garten namens Eden…“

Videomarkt 12/2007
Helge Birkelbach

YOYO UND DOC CROC ZURÜCK AUS DEN FERIEN

11.06.2007 - 11:45

 

 

Pressemitteilung

Die zwei Superhelden aus der beliebten TV-Animationsserie SimsalaGrimm von Greenlight Media sorgten im ROBINSON CLUB Apulia (Italien) während der SimsalaGrimm-Woche (24.-31.5.) für märchenhafte Stimmung. Veranstalter und Produzenten planen Fortsetzung des Spezial-Events im kommenden Jahr.

Bei bestem Sonnenwetter verbrachten die begeisterten Kinder während der SimsalaGrimm-Märchenwoche im ROBINSON CLUB Apulia in Italien vom 24.-31. Mai 2007 viel Zeit mit ihren Superhelden. In verschiedenen Programmaktivitäten wie Puppentheater, Märchenquiz, Sport und Open-Air Kino gingen die Kinder täglich mit Yoyo und DocCroc auf Tuchfühlung.

Nach der erfolgreichen ersten Kooperation planen die Produzenten der TV-Animationsserie, die Berliner Produktionsfirma Greenlight Media AG, und der Reiseveranstalter Robinson Club eine Fortsetzung im nächsten Jahr. „Wir freuen uns sehr über dieses gute Ergebnis. Bereits Monate vor der Veranstaltung war die Märchenwoche ausgebucht. Dies zeigt deutlich, welchen Stellenwert SimsalaGrimm bei Kinder und Eltern hat“, so André Sikojev, Autor und Produzent der Serie.

DIE GLOBALEN FUSSBALLFANS

07.06.2007 - 13:00

 

"Das größte Spiel der Welt" von Gerardo Olivares

So pittoresk überladen sieht der öffentliche Fernverkehr in der Sahara aus. Die männlichen Tuareg in diesem Ball aus Menschen und Gepäck wollen unbedingt das WM-Endspiel zwischen Deutschland und Brasilien von 2002 im Fernsehen erleben, genauso wie einige mongolische Nomaden im Altai-Gebirge und ein Indianerstamm im Amazonas. Welche Anstrengungen diese Fans in den hintersten Winkeln der Erde auf sich nehmen, um schließlich das entscheidende Tor der Brasilianer zu bejubeln, zeigt dieser oft sehr komische Film in durchweg authentisch wirkenden Bildern.

 

taz.de, 07.06.07

DAS GRÖSSTE SPIEL DER WELT

06.06.2007 - 13:00

 

Wer nie sein Herz für das runde Leder entdeckt hat, wird wohl auch nie begreifen, was Milliarden von Menschen dazu bringt, 22 Spielerinnen oder Spielern zuzuschauen, die einem einzigen Ball nachjagen.

In seinem neuen Film versucht Gerardo Olivares, dieses Faszinosum zu ergründen. „Das größte Spiel der Welt“ sieht er als „eine globale Komödie, die in drei parallel verlaufenden Geschichten von begeisterten Fans erzählt, die sich nie gesehen haben, die aber doch zwei Dinge miteinander verbinden: Zum einen leben sie in den abgelegensten Regionen der Erde und zum anderen sind sie fest entschlossen, das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft 2002 zwischen Deutschland und Brasilien zu sehen.

Eine Kamelkarawane der Tuareg in der Sahara, eine mongolische Nomadenfamilie und ein Indianerstamm vom Amazonas stehen im Mittelpunkt. Sie alle leben fernab von der technisierten Welt und wissen doch ganz genau, wer Ronaldo oder Olli Kahn sind. Um die besten Kicker der Welt im Duell um den höchsten Titel des Fußballsports zu beobachten, ist Olivares‘ Helden keine Strapaze zu groß - Hauptsache, sie können das WM-Finale sehen.

Dafür verfolgen sie ihr Ziel mit Einfallsreichtum und Entschlossenheit. Grandiose Bilder vor einzigartigen Landschaftskulissen erzählen in Olivares‘ Film davon, wie weltumspannend vereint die Menschen in ihrer gemeinsamen Fußballleidenschaft sind - egal, wie sehr sich ihre Kulturen und Lebenswelten auch unterscheiden. „Das größte Spiel der Welt“ ist ein unterhaltsamer Film, der uns auf originelle Weise daran erinnert, welche Annehmlichkeiten wir ganz selbstverständlich nehmen, während sie in anderen Regionen dieser Welt als Luxus gelten - und sei es nur die Möglichkeit, ein WM-Finale mühelos verfolgen zu können.

 

gw, Esslinger Zeitung

NEU IM KINO: DAS GRÖSSTE SPIEL DER WELT

06.06.2007 - 13:00

 

 "Das größte Spiel der Welt" feiert in Episoden auf drei Kontinenten die weltumspannende Wirkung des Fußballs

Die Namen der Darsteller sind so exotisch wie die verschiedenen Schauplätze dieses besonderen Fußballfilmes, der die weltumspannende Wirkung des "Größten Spiels der Welt" in humorvollen Episoden auf drei Kontinenten feiert. Allen gemeinsam ist der Wille, das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft 2002 zwischen Brasilien und Deutschland am Fernseher mitzuerleben.

Was für die mongolische Jägersippe in der majestätischen Gebirgswelt des Altai ein genauso abenteuerliches Unterfangen ist, wie für die Tuarec-Nomaden in der glühend heißen Sandwüste des Niger oder die Indianer im brasilianischen Amazonasgebiet. Die Namen der Weltfußballer sind ihnen geläufig, über Fernseher verfügen sie, nur es fehlt an Strom, Antennen oder Kabel. Diese kleinen Widrigkeiten überwinden sie mit Gewitztheit und höchster körperlicher Anstrengung, wie sie sich "zivilisierte" Fußballfans nicht einmal vorstellen können. So entsteht ein humorvoller Reigen, der dennoch dokumentarisch wirkt, denn der Regisseur Gerardo Olivares dreht seit 15 Jahren Dokumentarfilme in den entlegensten Teilen der Welt.

Auf die Idee kam er bei einer Recherchereise in die Mongolei, wo er die dort spielende Episode so oder so ähnlich erlebt hat. Und er bleibt seinem Metier treu. Die grandiosen Landschaften und der Alltag der Menschen spielen in allen Episoden eine ebenso große Rolle wie das wirklich anrührende Fußballfieber - übrigens nur der Männer, die Frauen bleiben bei dem Spiel von "22 Männern, die in Unterwäsche einem Ball hinterher jagen" skeptisch außen vor.

Spanien/BRD 2006, Regie: Gerardo Olivares, Hauptdarsteller: Shag Humar Khan, Ahmed Alansar, Wirapitang Kaapor

 

Hannelore Heider, Deutschlandradio 2007

"DAS GRÖSSTE SPIEL DER WELT"

31.05.2007 - 13:00

 

Utopie und Glück beim Fußball

Fußball und kein Ende. Auch ein Jahr nach der WM lässt uns das runde Leder noch immer nicht los. Doch dieser Film ist anders als Sönke Wortmanns "Das Wunder von Bern" oder "Deutschland. Ein Sommermärchen". In "Das größte Spiel der Welt" entführt Regisseur Gerardo Olivares die Zuschauer 88 Minuten lang in drei der entlegensten Ecken der Welt, die unterschiedlicher nicht sein können. Und doch haben die Menschen eines gemeinsam: Ihre Leidenschaft für den Fußball.
 
Auch bei den Amazonas-Indianern läuft nicht alles rund: Wie sie feststellen, haben ihre Frauen aus dem Fernsehkabel Schmuck gebastelt - aus Rache, weil ihre Männer sie nicht die "Seifenopern" sehen lassen. Doch woher soll man so kurzfristig noch Ersatz bekommen - wenn nicht stehlen?
 
Behutsam zeigt Olivares die Macken und Absonderlichkeiten des Alltags. So sammelt Talaikhan, einer der mongolischen Nomaden, gelbe Quietsche-Entchen, die keiner außer ihm berühren darf und ist im Besitz eines Kanus ohne Ruder, für dessen Transport ein eigenes Kamel zuständig ist. Der adelige Tuareg Hassan geht ohne seinen Stuhl und Schirm nicht aus dem Haus und spricht mit niemandem außer seiner Familie. Der Indianerhäuptling hingegen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Affenjagd mit Fußballkommentaren unterhaltsamer zu machen. Dass er damit sämtliche Tiere verscheucht, mindert seinen Spaß an der Sache nicht.
 
Gerardo Olivares verwebt Elemente von Dokumentar- und Spielfilm und kreiert so eine gelungene, globale Komödie über Fußballleidenschaft. Ganz nebenbei taucht der Zuschauer in die fremden Kulturen ein. Traditionen und Lebensweisen seiner Figuren zeigt Olivares ebenso wie die wunderschönen Landschaften.
 
"Das größte Spiel der Welt" ist mehr als nur ein Fußballfilm. Er zeigt, dass durch eine gemeinsame Leidenschaft die Menschen näher zusammenrücken und sogar gesellschaftliche Grenzen au0fgehoben werden können. Sehr idealistisch, aber dennoch die schöne Utopie einer besseren Welt – ab 7. Juni im Kino.
 
Von Maren Beneke, dpa
ntv.de

BILDER VOM BLAUEN PLANETEN

21.05.2007 - 13:00

 

André Sikojev und Sophokles Tasioulis produzieren Naturdokus, die man gesehen haben muss

Manche Menschen haben das Schicksal auf ihrer Seite. „Ich weiß, dass bei unserer Geschichte auch viel Glück dabei gewesen ist“, sagt André Sikojev, Aufsichtsratsvorsitzender der Berliner Greenlight Media AG. „Sonst säßen wir jetzt wie viele hochtalentierte Kollegen in einem Hinterhofbüro und würden versuchen, Auftragsproduktionen fürs Fernsehen zu machen.“ Stattdessen residieren er und sein Kompagnon Sophokles Tasioulis mit zwanzig Mitarbeitern in einem schicken Altbau in Berlin-Mitte und produzieren Kinofilme, die auf der ganzen Welt zu sehen sind. Ihr letztes großes Projekt, der Unterwasser-Dokumentarfilm „Deep Blue“, war weltweit so erfolgreich, dass sich ihnen für das Nachfolgeprojekt „Earth – Die Erde“ alle Türen öffnen.

Und jetzt ist da auch noch Knut. In Berlin kann man keinen halben Tag verbringen, ohne dem kleinen Eisbären aus dem Berliner Zoo zu begegnen. Die örtlichen Banken drucken sein Bild auf neue EC-Karten, in der Bäckerei gibt es einen Knut-Amerikaner mit Ohren und Gesicht und „knuddeliges Knut-Brot“.
Auf den Bildschirmen in der U-Bahn tobt er mit seinem Pfleger. Der sonst eher spröde Berliner staunt entzückt, wie groß Knut geworden ist. „Das haben wir vor vier Jahren natürlich nicht geahnt, als wir uns für einen Eisbären als eine der Hauptfiguren in ,Earth‘ entschieden haben“, sagt Tasioulis.
Doch jetzt kommt Knut gerade recht, als kostenlose Werbung für den Film, der im September in den Kinos anlaufen soll.

Im Film gibt es Knut sogar doppelt, die Kamera folgt einer Eisbärenfamilie, zeigt, wie die Mutter mit ihren zwei Kleinen zum ersten Mal aus ihrem Bau tief im Schnee herausklettert, wie die Kleinen die ersten Schritte machen.
„Dieser Szene haben wir alle entgegengefiebert“, sagt Tasioulis. „Das ist etwas ganz Besonderes.“ Weitere „Charaktere“ des Films sind eine Elefantenfamilie und zwei Buckelwale.
Dass Sikojev und Tasioulis die Tiere, „Charaktere“ oder „Figuren“ nennen, ist die Konsequenz ihrer ganz eigenen Art, Dokumentarfilme zu machen: nicht belehrend, sondern mitreißend, im Mittelpunkt steht nicht die Information, sondern die Erfahrung und die Emotion, es werden Geschichten erzählt, keine Fakten. „Keiner geht ins Kino, um sich belehren zu lassen“, sagt Sikojev.

 
„Menschen gehen ins Kino auf der Suche nach einem emotionalen Erlebnis.“ Dementsprechend zurückhaltend sind die Erläuterungen in den Filmen, die Greenlight gemeinsam mit der BBC produziert. Wichtiger sind die Musik, die gerade in „Deep Blue“ großen Raum einnimmt, die Dramatik der Bilder und die Geschichte. Sikojev sieht in der Geschichte die Grundlage dafür, dass Zuschauer sich überhaupt auf einen Dokumentarfilm einlassen. „Wir wollen nicht bloß wunderschöne Bilder mit Musik untermalen. Das ist langweilig.“ Tasioulis ergänzt: „Wir wollten der Dokumentation beibringen, unterhaltsam zu sein. Die Franzosen haben damit angefangen, wir haben es aufgegriffen.“ Zudem sind Dokumentationen nach Ansicht der Produzenten eines der wenigen Gebiete, auf denen Europa Amerika Paroli bieten kann. „Doku können wir besser als Hollywood“, sagt Tasioulis.

Nachahmer der Idee, eine Dokumentation anhand von Charakteren und Geschichten zu erzählen, gibt es viele. Am radikalsten fortentwickelt hat sie vielleicht die sehr erfolgreiche französische Produktion „Die Reise der Pinguine“. Die Berliner haben aber einen entscheidenden Vorsprung gegenüber der Konkurrenz, nämlich Zugang zu den schier unerschöpflichen Archiven und Kontakten der BBC Natural History Unit, der Naturfilmabteilung des britischen Rundfunks. Als die Deutschen dort vorsprachen, um einen Kinofilm aus dem Rohmaterial der Fernsehserie „Blue Planet“ zu machen, „haben die ungläubig geguckt und gesagt: Ihr seid verrückt“, erzählt Tasioulis. „Sie konnten sich nicht vorstellen, dass man in Deutschland und Frankreich nicht einfach den Fernseher anmacht und die besten Dokumentarfilme der Welt sieht wie in England.“ Über ein Jahr lang haben Tasioulis und Sikojev gebraucht, um die BBC auf ihre Seite zu ziehen. Dann schlossen sie einen Vertrag über fünf gemeinsam produzierte Kinofilme. „Deep Blue“, 2003 uraufgeführt, war der erste und sogleich ein Schlüsselerfolg, „Earth“ wird der zweite sein.

Die BBC als Partner zu haben ist ein Glücksgriff, hat der Sender doch die Kontakte zu den besten Tierfilmern der Welt. „Das sind die ,Indiana Jones‘ und ,Lara Crofts‘ der Wirklichkeit“, erzählt Sikojev. „Die tauchen weit unter das Eis, um noch ein letztes Bild hervorzubringen. Die hängen sich aus dem Hubschrauber und schwimmen mit der Kamera direkt neben dem Wal.“ In Kanada habe man Kontakt zu jemandem, der seit vierzehn Jahren dasselbe Wolfsrudel begleitet. „Der hat einen ganz anderen Zugang zu den Tieren.“ Für „Earth“ haben allein vierzig Teams mitten im Nirgendwo gedreht. „Die sitzen dann vier Monate im Dschungel und warten auf die eine Szene mit dem Vogel, den noch nie jemand vorher gefilmt hat.“ Für Sikojev und Tasioulis sind die Erzählungen der Kamerateams immer wieder faszinierend.

Selber am Filmen beteiligen wollen sie sich aber nicht, obwohl man Sikojev mit seiner Seebär-Statur durchaus für abenteuertauglich halten würde. Sie sehen ihre Aufgaben vor allem in der Vermarktung des fertigen Films, in der Kontaktpflege und in der Entwicklung von Ideen. Dabei sind sie auch überzeugt, ein Gewinn für die BBC zu sein. „Die BBC ist die Queen Mary“, sagt Tasioulis. „Sie ist riesig, aber im Hafen ist sie verloren ohne Lotsenboot. Wir sind das Lotsenboot.“ Im Lotsenboot ist Tasioulis als Diplomingenieur der Luft- und Raumfahrttechnik unter anderem zuständig für die Finanzen und Produktionsplanung. Gleichzeitig hat er durch jahrelange Arbeit in der Filmproduktion einen Blick für Bilder. Sikojevs Stärken als Sprachwissenschaftler liegen in der Entwicklung von Geschichten und Figuren.

So hat er die Trickfilmserie „Simsala Grimm“ entwickelt, die Greenlight Media in mehr als 120 Länder verkauft hat. Parallel arbeitet Sikojev als Priester der russisch-orthodoxen Kirche in Berlin, eine ungewöhnliche Berufskombination, die dazu führt, dass er sich auch bei Greenlight Gedanken über die ethischen Hintergründe der Filme macht. Seine russische Seele (trotz deutschem Pass und deutscher Muttersprache) hat auch den Ausschlag gegeben für das neueste Projekt von Greenlight – einen Film über Sibirien.

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.05.2007

SPEKTAKULÄRE NATURBILDER IN MODERNSTER TECHNIK

03.04.2007 - 13:00

 

Im Oktober wird in einem Zwei-Wochen-Fenster weltweit die unabhängig produzierte Naturdoku "Unsere Erde  " (Universum, 18. Oktober) von Alastair Fothergill starten. Mit etwas Glück könnte der Film von Greenlight Media und BBC Worldwide das Festival de Cannes eröffnen.

"Schon vor zwei Jahren kamen die ersten Territorien mit an Bord", erzählt Sophokles Tasioulis von Greenlight Media. "Seitdem gibt es regelmäßige Marketinggespräche. Unsere Ideen und Strategien werden gesammelt und gebündelt. Durch den globalen Start wollen wir Sponsoren finden." Noch dauern die Gespräche mit potenziellen globalen Partnern an.

"Unsere Erde" nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise rund um die Welt, bei der die Sonne über alle vier Jahreszeiten hinweg die Führung übernimmt. Auf dieser Reise von der Arktis bis hinunter zur Antarktis wird dem Zuschauer nicht nur die Schönheit und Faszination der Erde präsentiert, anhand von drei beispielhaft gewählten Tierarten lernt er ihren Lebensrhythmus kennen und die Schwierigkeiten, denen sie in einer sich verändernden Umwelt ausgesetzt sind. "Es ist ein epischer Film, der zugleich die intime Geschichte der Protagonisten erzählt", sagt Executive Producer André Sikojev. Dennoch soll "Unsere Erde" kein Umweltfilm werden. "Er soll über Emotionen und eine Affinität zum Thema ein Bewusstsein für Probleme schaffen", so Sikojev. Dies versucht er zu erreichen mit großen, bisher nie gesehenen Bildern von Landschaften, wie dem höchsten Wasserfall der Welt, oder mit spektakulären Tieraufnahmen, wie schwimmenden Elefanten, die unter Wasser gefilmt wurden, oder einem weißen Hai, der auf der Jagd nach einer Robbe mit dieser aus dem Wasser schießt - eine Aufnahme, die eine Sekunde dauert, aber durch Zeitlupe auf 60 Sekunden gestreckt wurde.

Für die Aufnahme wurde die High-Speed-Digitalkamera Photron eingesetzt, die 1000 Bilder pro Sekunde aufnehmen kann. Ein System, das in der Autoindustrie für Crashtests Anwendung findet und hier zum ersten Mal in der Live-Action-Fotografie verwandt wurde. Damit die Kameras bei Tieraufnahmen nicht die ganze Zeit aufzeichnen, bis etwas passiert, waren sie so ausgerüstet, dass sie in einer Schleife jeweils fünf Sekunden aufnahmen, die bei Knopfdruck "rückwirkend" gespeichert wurden. Die meisten Luftaufnahmen wie die vom Wasserfall oder die von jagenden oder wandernden Tieren wurden mit einem Cineflex-Kamerasystem von Helinet gemacht. Das System stammt aus der Militärtechnik und wird mit zwei Kreiseln stabilisiert, die auch für Cruise Missiles verwendet werden, weshalb das Gerät nicht in China eingesetzt werden durfte. Die Kamera war mit einem 400-Millimeter-Objektiv, das auf 800 Millimeter verdoppelt wurde, ausgerüstet, das absolut verwacklungsfrei auch bei größter Höhe an die Tiere heranzoomen konnte. Dadurch konnte der Helikopter so hoch fliegen, dass Tiere ihn nicht wahrnahmen und sich nicht in ihren Aktivitäten gestört fühlten. Mithilfe von Motion Control entstanden drei Zeitrafferszenen, die den Wechsel der Vegetation nicht linear abbildeten, sondern gleichzeitig im selben Bild von links nach rechts während eines Kameraschwenks in dieselbe Richtung.

"Episch, aber intim"
Weiteres Material stammt von einem japanischen Astronauten aus der ISS, den der japanische Koproduzent der Fernsehserie, der Sender NHK, mit einer HD-Kamera ausgerüstet hatte. Die Produktionszeit für den Film und die Serie (als "Planet Erde" zurzeit in der ARD zu sehen) betrug vier Jahre. Es wurden rund 10.000 Stunden Material zusammengetragen. Die Kosten für den Film an sich betrugen 15 Mio. Euro, die Kosten für das Material, aus dem der Film und die Serie entstanden, jedoch 47 Mio. Euro. Das weltweite P&A-Budget wird 25 bis 30 Mio. Euro betragen. Während BBC Worldwide die Produktion übernommen hat, war Greenlight Media für die Finanzierung und Gestaltung des Kinofilms verantwortlich. Laut "Hollywood Reporter" ist "Unsere Erde" in der engeren Auswahl, Eröffnungsfilm von Cannes zu werden, was insbesondere vom französischen Verleih Gaumont mit Nachdruck verfolgt wird. Die Musik stammt wie im Vorläuferfilm "Deep Blue  " von George Fenton und wurde erneut von den Berliner Philharmonikern eingespielt, die nur äußerst selten an Filmprojekten mitwirken.

Das Nachfolgeprojekt von "Unsere Erde", der zweite Film einer Fünf-Filme-Vereinbarung zwischen Greenlight Media und BBC Worldwide, ist noch nicht benannt. "Es gibt ein Nachfolgeprojekt in der Größenordung von 'Unsere Erde', das mit der BBC besprochen wird", sagt Sophokles Tasioulis. "Da wir in unserem Segment Trendsetter sind, haben wir auch den Anspruch, die Messlatte das nächste Mal wieder ein Stück höher zu legen." Greenlight Media wird als Nächstes die Naturdokumentation "Siberia" mit dem ORF, BBC Worldwide und einem russischen Partner (RTR) angehen. Diese Produktion ist jedoch nicht Teil des Five-Pictures-Deals, sondern ein zusätzliches Projekt, das auf Initiative von Greenlight gestartet worden ist.

Naturdokumentationen sieht Greenlight Media als ein Marktsegment, mit dem man aus Europa heraus weltweit und vor allem in den USA reüssieren kann. In der Fertigstellung befindet sich die finnisch-deutsch-russische Animation "Quest for a Heart", am 7. Juni startet bei Zorro Film die Greenlight-Media-Koproduktion "Das größte Spiel der Welt". stei

Quelle: Blickpunkt:Film

Seiten

Kontakt

Greenlight Media GmbH

Phone: +49 30 22198 215
Fax: +49 30 22198 217
Mail: info@greenlightmedia.com

Uhlandstr. 161
10719 Berlin
Germany